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Widerstand gegen Söder in der CSU

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So langsam beginnt man auch in der CSU nachzudenken.

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und was geschieht jetzt wohl mit Prof. Theiss? enter image description here

Nach Sachsen sehen die Infektionsinzidenzen in Bayern am schlimmsten aus. Markus Söder versucht seit Monaten mit geschauspielerter, aber schlecht regierter Strenge diese Tatsache zu überbildern. Keine Tagesschau ohne seine Visage. Einer, der Kanzler werden will, muss das wohl tun, vor allem wenn seine Faktenbasis so schwach ist. Dass dieser Söder einen Amtsarzt feuern lässt, ist normalerweise keine Nachricht. Aber wer sich selbst so aufbläst, den kann so eine kleine Nadel böse zusammenfallen lassen. Der Leiter des Gesundheitsamts Aichach-Friedberg hat zunächst intern, dann öffentlich die Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung zur Bekämpfung der Corona-Krise infrage gestellt. Friedrich Pürner kritisiert unter anderem Massentests, die Gesunde zu Kranken machen, und Communitymasken ohne echte Schutzwirkung. Sein Einspruch hat ihn den Job gekostet, aber viel Aufmerksamkeit und Anerkennung eingebracht. Herzlichen Dank die -> NACHDENKSEITEN

„Ich habe bisher aus parteiinterner Loyalität geschwiegen, aber was zu viel ist, ist zu viel.“

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Theiss schreibt: „Bei allem Respekt vor Amt und Person – im Kampf gegen Corona brauchen wir weniger Herrenchiemsee und mehr Ehrlichkeit bzw. politische Treffsicherheit.“

Er zählt insgesamt fünf Aspekte auf, die seiner Meinung nach gegen das Vorgehen des Ministerpräsidenten sprechen. Erstens seien Infektionswellen in Altersheimen „Haupttreiber der Covid-Mortalität“, die dortigen Sicherheits- und Testkonzepte nicht ausgereift genug. Söder hatte die Verschärfung der Corona-Maßnahmen unter anderem mit der Covid-Todesrate im Freistaat begründet. Mitarbeiter ab jetzt zweimal pro Woche zu testen, reiche laut Theiss nicht aus.

Auch auf ein zweites Problem, über das in der jüngsten Vergangenheit immer wieder berichtet wurde, macht er aufmerksam: Den Pflegekräftemangel. „Beatmungsgeräte kaufen reicht nicht. Es ist viel zu wenig getan worden, um genug Intensivpflegekräfte ans Bett zu bringen“, moniert der Stadtrat und Kardiologe. Dabei würden diese einen „herausragenden Job“ machen, doch es seien schlicht zu wenige. Theiss schlägt vor, mehr in den Sektor zu investieren und Pflegekräfte aus der Teilzeitarbeit oder anderen Berufen zurückzuholen. An der Corona-Warn-App, die eigentlich bei der Kontaktnachverfolgung helfen soll, lässt der Stadtrat drittens kein gutes Haar. „Wir können 75% der Infektionsketten nicht nachvollziehen – wie bitte? Man hätte die Warn-App rechtzeitig differenzieren und 'nachschärfen' können“, schreibt er in seinem Kommentar. Und er ist auch der Meinung, die Gesundheitsämter hätten besser ausgestattet werden müssen, um der zweiten Welle gewachsen zu sein. „Die Weihnachtszeit besteht nicht nur aus Heiligabend“, schreibt Theiss in seinem vierten Kritikpunkt. „Ausgerechnet jetzt die Einsamen, Singles und auch normale Familien noch weiter zu isolieren, ist für mich gleichermaßen herz- und einfallslos.“. An Söder gerichtet ist in dem Beitrag zu lesen: „Hier schießt du weit übers Ziel hinaus.“

Und fünftens habe der CSU-Politiker „den Eindruck, dass mehr Menschen durch als an Corona sterben“. Wo, fragt, Theiss, „sind die öffentlichen Kampagnen, die Herzinfarkt- und Krebspatienten die Angst vor dem Apothekengang und dem Krankenhaus nehmen? Angst(macherei) vor Corona führt leider auch dazu, dass viele ärztliche Behandlungen zu spät kommen.“ Seinen Kommentar schließt der CSU-Politiker mit den Worten: „Wir müssen in der Coronapolitik besser, differenzierter und einfallsreicher werden – Lockdowns und AHA alleine reichen nicht.“ Antwort der CSU: "Wenn ein Arzt behauptet, dass mehr Menschen durch als an Corona sterben, dann irrt er und ignoriert die Realität auf den Intensivstationen.“ Vielleicht sollten wir mal genauer zählen....